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Druckbedingte Schwachheit

Die zwei oben abgebildeten Photos versinnbildlichen bekannte Fakten observierbar in gesundenden Individuen. Diese Elemente sind im Grunde genommen so offensichtlich dass man sie als Betrachter für selbstverständlich nimmt- ja sie sogar übersieht.

Im ersten Bild sehen wir das sitzende Kind wobei keine vertikale Kompression des Brustkorbs oder des Bauches zu sehen ist. Im zweiten Bild schwebt das junge Kind leicht und unbeschwert auf des Trägers Händen. Es ist leicht zu erkennen, dass das Gesamtgewicht des Kindes vom der Brust bzw dem Brustkorb getragen wird jedoch weder Brustkorb noch Bauch Anzeichen von Oberflächenformveränderung aufweisen. Zusätzlich scheint das Wohlbefinden des Kindes in der zweiten Position nicht beeinträchtigt zu sein.

Was bei einem normal-entwickelten und gesundem Kind als selbstverständlich genommen wird, ist bei einem Kind mit unterentwickeltem Bewegungsapparat und den dadurch verursachten gestörten Funktionen nicht auffindbar. Im Gegenteil scheinen diese Kinder geschwächte Grundstrukturen von milder bis extremer Form aufzuweisen. Die unten abgebildeten Bilder repräsentieren das fundamentale Problem, mit welchem sich ABR befasst und beschäftigt: die innere, druckbedingte Schwachheit pflegebedürftiger Kinder.

Die Kinder auf diesen und den folgenden Bilder haben verschiedenartige Formen der Zerebralparese, und stammen von allen Teilen dieser Erde- Asien, Europa und Amerika. Jedes dieser Kinder wurde mit den bestmöglichen Therapiemethoden der klassisch westlichen Medizin behandelt.

Was dem Betrachter direkt ins Auge sticht, sind die offensichtlich stets großen Behinderungen dieser Kinder, die trotz jahrelanger intensiver physikalischer Therapien nicht eliminiert geschweige den verbessert werden konnten. Bei all diesen Kindern ist stets eine große Schwäche im Brust- bzw. Bauchbereich sichtbar. Das eigene Körpergewicht kann nicht von Brust oder Bauch stabilisiert und getragen werden.

ABR definiert diese Druckbedingte Schwachheit als körperliche Struktur, welche global oder auch nur teilweise unter dem eigenen Gewicht kollabiert, d.h. nicht imstande ist sich selbst aufrecht zu halten. Interne Gewebsschichten sind nicht stark genug, um den externen Bewegungsapparat zu stützen.

Folgende Bilder zeigen, dass diese Schwachheit bereits in den ersten Lebensmonaten ausgeprägt ist.

Hier ein Vier-Monate altes Kind:

Ein älteres Kind zeigt eine ähnliche Form von Schwachheit im Brust- und Bauchbereich, hier während eines Flugtests.

 

Die druckbedingte Schwachheit ist auch in der horizontalen zu erkennen:

Oder

Ein Kind wächst nicht von selbst aus dieser Schwachheit heraus, im Grunde stellt es sogar eine äußerst schlechte Voraussetzung für das weitere Wachstum des Kindes dar. In der ersten Reihe der Fotos kann man erkennen, wie sich die Situation während des Wachstums des Skelettes kontinuierlich verschlechtert.

Auch während der Atmung ist die extreme Schwachheit sichtbar:

Zum Vergleich werfen wir einen Blick auf verschiedene gesunde Kinder:

Ein junges Kind

Ein sehr junges früh-geborenes Kind Kind

Ein einjähriges Kind

Und ein älteres Kind

 

Der Brustkorb kollabiert nicht, weder in Sitzposition, noch unter großer Belastung wie während es Flugtests:

Von Geburt an zeigt der Brustbereich durchgehende Stärke. Die äußere Form verändert sich weder bei einer Druckanwendung von außen noch bei einer Positionsverlagerung:

Hingegen tolerieren Brustkorb und Bauchraum eines Kindes mit besonderen Bedürfnissen nicht einmal die Belastung des eigenen Körpergewichts. Sie halten keinem Druck stand, werden komprimiert oder kollabieren. Diese Eigenschaft des Komprimierens ist global observierbar, sei es  im Falle von Kindern mit Tetraplegie- wie auch partiell bei Kindern mit Diplegie oder Hemiplegie. Auch Kindern mit Entwicklungsstörungen wie Autismus oder ADHS sind partiell betroffen.

Solange der Körper mit dieser Druckbedingten Schwachheit konfrontiert ist, stoßen jegliche Art physikalischer Therapien an ihre wirkenden Grenzen und können nur bedingt Erfolg aufweisen. Weniger betroffene Kinder (GMFCS – Level 1 und Level 2) lernen im Laufe der Zeit mit einer fehlerhaften Struktur bestmöglich umzugehen. Für Kinder jedoch, die schwerer (GMFCS Level 3, 4 und 5) betroffen sind, führen alle zusätzlichen Belastungen bedingt durch Gewichtsverlagerung, eindringliche Dehnungen oder strukturelle Bewegungstherapien- wie auch intensive Manipulationstechniken-  vermehrt zu einer gestörten Balance des Bewegungsapparates, Degeneration der Muskeln und der Förderung von Spastiken.

Die speziell entwickelte ABR Technik reduziert die global zu findende Druckbedingte Schwachheit und stärkt innere Strukturen, wodurch Optimierungen auf allen Ebenen des Bewegungsapparates und der Gewichtsverlagerung auftreten und sichtbar werden.

Für schwer betroffene Kinder: (Vergleich Fotos): 

Oktober 2006

Juni 2009

Oktober 2006

Juni 2009

Oktober 2006 

Juni 2009

Für weniger schwer betroffene Kinder: (Vergleich Fotos):

Mai 2008

Mai 2009

Mai 2008

Mai 2009

Für ältere Kinder:

August 2007

Februar 2009

August 2007

Februar 2009

Für Erwachsene:

August 2007

Februar 2009

August 2007

Februar 2009

August 2009

August 2009