Start / Zielgruppen / Kinder / Autismus oder ADHS / 

ABR und Autismus oder ADHS

 Beides Autismus und ADHD (Aufmerksamkeits- Defizit und Hyperaktivität Dysfunktion) sind Störungen mit primär psychologischen oder psychiatrischen Komponenten. Respektiv sind die inneren strukturellen Defizite in allen Kindern mit diesen oder ähnlichen Syndromen zum großen Teil zwar präsent, werden jedoch von den eher primären Symptomen überdeckt und verleiten dazu übersehen zu werden.

Kinder mit den oben erwähnten Störungen leiden unter anderem auch unter unzureichend entwickelter Wahrnehmung.  Wahrend der ersten Lebensjahre führten die bereits vorhandenen strukturellen zu dem Unvermögen eine innere Wahrnehmung ihrer eigenen reflektierten „Körper Mappe“ vollständig zu entwickeln.

1998 untersuchte Philip Teitelbaum von der Gainsville University in Florida unterentwickelte Motorentwicklung in Kindern welche später als autistisch diagnostiziert wurden. Im Artikel: Movement analysis in infancy may be useful for early diagnosis of autism  (to be found at: http://www.pnas.org) beschrieb er typische abnormale Bewegungsabfolgen charakteristisch für diese Kinder:

“Unsere Untersuchungen haben herausgefunden, dass Bewegungsstörungen und Anomalien in Bewegungsabläufen von Autisten eine einflussreiche Rolle spielen, und dass diese Störungen von Geburt an präsent sind. Aufgrund ihrer ist es möglich ein Kind in den ersten Lebensjahren autistisch zu diagnostizieren. “

Die grundlegendsten ABR Untersuchungen des Bewegungsapparates zeigen manifestierte Störungen in folgenden Gebieten:

  • Gleichgewichtsstörungen auf allen Körperebenen- im speziellen:
    • Kopf/Nacken
    • Rumpf
    • Taille
    • Hüfte
    • Peripherien- Arme und Beine

  • Limitierungen in der Mobilität der Wirbelsäule
  • Schwache und instabile Gelenke- Hypermobilität in den Gliedmaßen und Glenken

Die oben genannten Störungen spiegeln das Fehlen einer Körper Segmentierung wieder. Wenn zum Beispiel der Kopf nicht separat vom Rest des Körpers bewegt werden kann, so beeinflussen bereits kleine Bewegungen des Kopfes die Balance von Rumpf und Beinen. In anderen Fällen sind die Beine nicht effizient von den Bewegungen des Rumpfes separiert- das bedeutet dass Beinbewegungen tendenziell die Rumpf Stabilität behindern und erschweren.

Einfach ausgedrückt: die oben genannten Elemente erschweren es dem Kind einfache tägliche Funktionen auszuführen- nicht erwähnenswert hierbei sind monumentale Hindernisse welche in anspruchsvolleren Aufgaben wie Laufen, Hüpfen, Klettern oder Springen auftreten. Sogar eine unebenes und ungewohntes Terrain oder auch Stufen können dem Kind unüberwindbare Schwierigkeiten bereiten.

Diese Elemente sind in Kombination der ausschlaggebende Grund für Koordinations- Defizite die diese Kinder erfahren.

Es ist ein allgemein bekannter Fakt dass die Wahrnehmung unserer Körpers imstande ist in frühen Kindheitsjahren eine sogenannte „innere Karte des Körpers“ zu erschaffen. Dieser Prozess erreicht einen gewissen Höhepunkt wenn das Kind in eine aufrechte Haltung gerät. Nichtsdestotrotz müssen die vorausgegangen Phasen erfolgreich erreicht worden sein, bevor das Kind in dieser aufrechten Haltung verharren kann. 

Die Phasen die notwendig sind um sich in aufrechter Position zu befinden sind ebenfalls Komponente erfolgreicher Gewichtsverlagerung:

  • Rückenlage
  • Seitenlage
  • Bauchlage
  • Ellbogenstuetze
  • Vier-fuessler stand
  • Sitzen
  • Knien
  • Stehen

In Kombination repräsentieren diese Elemente die grundlegende Basis für Gewichtsverlagerung auf den Fuessen, und somit auch die Basis für das Laufen. In der weiteren Entwicklung des gesunden Kindes findet eine Vervollständigung dieser „Mappe des Körpers“ statt. Wenn das Kind hingegen nur eine gewisse Anzahl dieser Phasen durchläuft, so ist die Basis für grundlegende Koordination unzureichend, ebenso wie weitere Schritte innerhalb der Entwicklung.

Soziale Probleme und Lernschwierigkeiten sind die voraussehbaren Resultate.

Die speziell entwickelten ABR Techniken assistieren dem Kind Verbesserungen des weichen Gewebes zu erreichen, was wiederum sowohl in verbesserter Gelenks-stabilität wie auch -mobilität resultiert.

Verbesserungen auf diesem elementaren Level geben dem Kind die Möglichkeit um sich auf sozialer und kognitiver Ebene weiterzuentwickeln.

Verbesserte Konzentration, Interesse an der eigenen Umgebung, Kommunikation und Sprache sowie Veränderungen in sozialem Verhalten sind nur einige von vielen prognostizierten Resultaten mittels ABR Therapie.