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Das Halbseitig gelähmte Kind

Mildere Formen der Druckbedingten Schwachheit sind in halbseitig- oder auch einseitig-spastischen Kindern aufzufinden.

Durch den schwachen Arm können diese Kinder meist nicht krabbeln, beginnen jedoch zu sitzen und sich in einer art seitwärts-Bewegung mittels des gesunden und starken Armes und Beines vorwärts zu bewegen. Sie beginnen zu stehen- für gewöhnlich später als gesunde Kinder- und laufen zu lernen, was sie allerdings nur mit Hilfe von umfangreicher physikalischer Therapie und anderen Unternehmungen schaffen. Die Halbseitige Behinderung besteht ein Leben lang. (siehe GMFCS stufe I and II)

Das Laufen ist durch die hinkende Art und Weise sehr charakteristisch, wobei das schwache Bein eher als Laufstab als ein bewegliches Bein genutzt und in den Bewegungsablauf eingebracht wird. Der schwache Arm ist nicht imstande dem eigenen Körpergewicht standzuhalten, Objekte zu tragen, aktive Supination des Unterarmes einzuleiten oder als Stütze für Treppen steigen oder andere Aktivitäten integriert zu werden.

ABR Untersuchungen zeigen dass die strukturellen Probleme dieser Kinder in folgenden Formen ausgedrückt wird:

  • Druckbedingte Schwachheit des Brustkorbs, Bauches und Nacken
  • Verkürzter hinterer Nacken- limitierte Kopf und Nacken Mobilität
  • Resultierende Unzulänglichkeit in Gleichgewichtsverlagerung während der sitzenden oder stehenden Position
  • Schwache Schultergürtel und Schulterblatt-Position auf der hemiplegischen Seite
  • Schwache Gelenkkapseln vorherrschend auf der schwachen Seite

Auch hier herrscht die druckbedingte Schwachheit innerhalb gewisser Strukturen vor, welche durch ABR Technik erfolgreich bearbeitet werden kann. Mithilfe ABRs sind -durch die relativ gute und stabile Kondition dieser Kinder- Optimierungen ihres Bewegungsapparates meist schnell zu erreichen.

Stärkung und anschließende Entlastungen innerhalb des Nackens erlauben es dem Kind zu hüpfen und springen, und auch ohne jegliche Hilfe die Stufen hinabzusteigen. Das Stärken des Schultergürtels und die stabilisierende Positionierung des Schulterblatts sind Voraussetzung für den Gebrauch des Armes für Gewichtsverlagerungen wie auch Aktivitäten die Geschicklichkeit voraussetzen. Das Klettern auf Leitern und auch Aktivitäten an Ringen und Barren werden dann möglich.

Die Länge des schwachen Armes und Beines werden normalisiert. Lang bevor die Hacke des schwachen Beines während des Laufens vollständig den Boden berührt, finden innerhalb der Motor Entwicklung große Veränderungen statt: Zuallererst wird das Bein um einiges mobiler und beweglicher. Die Bindegewebsstrukturen die einst wie gefroren waren- und das Bein zum Gebrauch eines Laufstabs degradiert haben- fangen an sich zu rekonstruieren und werden biegsamer. Gelenke stabilisieren sich, exzessives Gleiten und Rutschen von Muskel-Verbindungen verringert sich, während sich der Muskel selbst regeneriert und verlängert.

ABR versichert dass, wenn früh genug angewandt, halbseitig behinderte Kinder durch folgende, natürlich auftretende Prozesse und motorische Fortschritte gehen werden:

  • Korkenzieher-phase, d.h. Drehbewegungen in der Wirbelsäule
  • Kriechen auf dem Bauch
  • Krabbeln auf allen Vieren

Dazu kommen die Zwischenphasen und eine große Vielfalt von Übergangsphasen welche das Kind gebrauchen wird um funktionelle Entwicklungen zu erreichen.

Auch wenn ABR erst in späteren Jahren gebraucht wir, trägt es dazu bei dass sich das halbseitig bedürftige Kind stets funktionell verbessern wird und in allen Hinsichten den bis dahin stets einseitigen Gebrauch seines Körper auf einen beidseitigen ausweiten kann. Probleme wie Schielen und Sprachdefizite werden bewältigt werden, die generelle physische Ausdauer und Geschicklichkeit von größeren und auch feineren motorischen Funktionen wird optimiert werden.